Elternbeirat Städt. Kindertagesstätte Rasselbande, Erlangen

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Geschwister – dauernder Streit oder echte Chance PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Beyer   

Geschwister1Geschwister – dauernder Streit oder echte Chance

Vielleicht ist es dem einen oder anderen auch schon aufgefallen? An der Tafel des Elternbeirats hängen regelmäßig Einladungen zu den Vorträgen des Kinderschutzbundes in Erlangen aus. Mir ist der Vortrag zum Thema „Geschwister“ ins Auge gestochen. In einer lockeren Atmosphäre ging die Diplompsychologin Ilona Schwertner-Welker, selbst Mutter von 3 Kindern, auf die Geschwistererziehung ein.

 

Der Abend startete mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit. Wie war die Kindheit früher? Die Kinder waren viel mehr unter sich, - im Spiel und im Streit - und hatten viel mehr Gelegenheit Konflikte selbst auszutragen und Lösungsfindung zu üben. Sozialverhalten wurde ohne die permanente Gegenwart der „pädagogischen Kralle“ entwickelt, wie Frau Schwertner-Welker sich so treffend ausdrückte. Sie ist der Meinung, dass hier ein großes Entwicklungspotential in der heutigen Gesellschaft nahezu brach liegt. Hatten Familien früher viele Kinder und spielte sich damals ein großer Teil der Freizeit auf der Straße ab, - so hat heute die Durchschnittsfamilie nur noch 1,37 Kinder und ein behütetes und durchorganisiertes Freizeitprogramm.
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Wo sind Kinder heute noch unter sich? Am ehesten im eigenen Kinderzimmer – und hier sieht die Diplompsychologin vor allem für Geschwisterkinder viele Entwicklungs- und Lernchancen.Sie ging auf verschiedene Geschwistertypen ein – die große Schwester, die oft gerne belehrend auf die Kleinen einwirkt, Jungs die mehr zu Machtkämpfen/Rivalitäten neigen, Zwillinge, die sich besonders gegeneinander abgrenzen müssen. Allen gemeinsam und Hintergrund für viele der Streitigkeiten ist: „ich finde mein Ich nur, wenn ich ein Du habe“, erklärte Frau Schwertner-Welker.

Im Laufe des Abends haben viele der anwesenden Eltern die Gelegenheit genutzt und Situationen aus ihrem Familienalltag geschildert. So hat sich eine offene Gesprächsrunde entwickelt, bei der Frau Schwertner-Welker gerne auf die geschilderten Erfahrungen/ Probleme eingegangen ist. Es ging unter anderem um gemeinsame Schlafzimmer (Frau Schwertner-Welker empfiehlt dies übrigens!), Streitigkeiten (Empfehlung, die Kinder zu eigenen Problemlösungen zu führen, - auch durch Nicht-eingreifen solange niemand verletzt wird und keinem Gesichtsverlust droht) und auch darum, wie schwer es ist, die Bastelleidenschaft der fünfjährigen Tochter mit dem Bewegungsdrang des geschwister2dreijährigen Sohnes unter einen Hut zu bringen…

Natürlich verfügt auch Frau Schwertner-Welker nicht über die Allroundlösung, aber sie vermag es, Situationen/ Verhaltensweisen aus der Sicht der Kinder zu schildern. Diese teils völlig andere Sichtweise entlockte uns Eltern einige Male auch ein Lachen und Verständnis für die „Not“ der Kinder. Gleichzeitig bot sie uns damit Tipps und Anregungen für den eigenen Familienalltag. Nach ca. 1,5 Stunden war zwar die offene Gesprächsrunde des Abends vorbei, aber Frau Schwertner-Welker stand weiterhin für persönliche Fragen zur Verfügung.

 
Themen weiterer Vorträge und Gesprächsrunden beim Kinderschutzbund, die teilweise (halb-) jährlich angeboten werden, sind z.B.:

  • Trotzige Kinder – wütende Eltern
  • Wenn Eltern sich trennen
  • Kleine Kinder – große Gefühle
  • Sauberkeitserziehung

Ich kann die Gesprächsabende nur empfehlen!

Link zum aktuellen Programm es Kinderschutzbundes Erlangen hier

 

 

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